US-Präsident Trump droht Strafzölle an – die EU erwägt Gegenzölle von bis zu 93 Milliarden Euro. Bedeutung für Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern, Chancen und Risiken im Überblick.
US-Präsident Donald Trump hat wegen der US-Pläne rund um den Erwerb von Grönland Strafzölle angekündigt. Bislang konnten sich Trumps neuer Zollschock – Europa bereitet Gegenschlag vor noch nicht auf konkrete Gegenmaßnahmen einigen. Im Raum stehen umfangreiche Gegenzölle und weitere handelspolitische Instrumente.
Die Ankündigung von Strafzöllen ist Teil einer Eskalationsstrategie im seit Jahren andauernden Handelsstreit zwischen den USA und der EU. Der Streit um Grönland hat die ohnehin angespannten transatlantischen Beziehungen weiter belastet. Innerhalb der EU müssen Kommission, Rat und Parlament nun eine gemeinsame Position finden, um wirksam auf die US-Drohungen antworten zu können.
Exportorientierte Unternehmen in Rheinland-Pfalz und der Region Kaiserslautern könnten durch erhöhte Zölle auf US-Waren direkten Wettbewerbsnachteilen unterliegen. Auch die Aussicht auf Verzögerungen im Handelsabkommen mit den USA sorgt bei lokalen Herstellern und Zulieferern für Unsicherheit.
In den kommenden Wochen werden sich die EU-Institutionen auf eine gemeinsame Sanktionsliste einigen müssen. Entscheidend wird sein, ob die EU ihre Gegenzollmaßnahmen tatsächlich im Februar umsetzt oder ob es zu weiteren Verhandlungen kommt. Beobachter erwarten, dass die transatlantischen Gespräche über ein Handelsabkommen dabei erneut an Bedeutung gewinnen.
