Die Debatte um die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung: HDE und Handwerk fordern Reform mit Evaluierung, während SPD und Ärzteverband vor Nachteilen warnen.
Die Bundesregierung diskutiert derzeit, ob die bislang übliche telefonische Krankschreibung abgeschafft werden soll. Während Arbeitgeberverbände und einige politische Akteure auf eine Evaluierung nach zwei Jahren drängen, warnen Ärzteverband und SPD vor möglichen negativen Folgen.
Die Debatte spiegelt unterschiedliche Interessen wider: Arbeitgeberverbände wie der HDE fordern eine striktere Regelung zur Begrenzung von Fehlzeiten, während ärztliche Verbände und die SPD vor zusätzlichen Hürden für Patientinnen und Patienten warnen. Bundesministerin Warken ist mit einer möglichen Gesetzesänderung befasst, während Kanzler Merz die Abschaffung ausdrücklich begrüßt.
Eine mögliche Reform der Krankschreibung könnte auch in Rheinland-Pfalz und der Stadt Kaiserslautern das Zusammenspiel zwischen Arztpraxen, Beschäftigten und Unternehmen verändern. Insbesondere Betriebe im Einzelhandel und Handwerk müssten sich auf einen erhöhten Aufwand bei der Ausstellung von Krankmeldungen einstellen.
Sollte die Politik den Vorschlag aufgreifen, ist eine Evaluierung der Reform nach zwei Jahren vorgesehen. Erst dann lässt sich feststellen, ob die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung gewünschte Effekte erzielt oder unbeabsichtigte Nachteile überwiegen.
