Gavin Newsom wurde beim WEF in Davos die geplante Rede untersagt, nachdem er Präsident Trump kritisiert hatte – mögliche Auswirkungen auf föderale Strukturen und transatlantische Beziehungen.
In Davos sollte Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom am Rande des World Economic Forum (WEF) in mehreren Formaten auftreten. Nach kritischen Äußerungen über die Rede von US-Präsident Trump wurde ihm jedoch ein Interview abgesagt und die Teilnahme an einem Fireside Chat untersagt.
Das WEF in Davos gilt als Forum für den Austausch zwischen Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Unter der Präsidentschaft von Donald Trump sind transatlantische Beziehungen angespannt. Newsom positioniert sich als Gegenpol zur Bundesregierung in Washington und betont, die westliche Allianz sei zwar in eine Ruhephase getreten, aber nicht tot (Axios). Seine Kritik an europäischen Partnern und der US-Administration spiegelt tiefere Konflikte über Außenpolitik und die Rolle subnationaler Akteure wider.
Für regionalpolitische Akteure in Rheinland-Pfalz ist das Vorgehen gegen Newsom ein Beispiel, wie internationale Bühne und föderale Strukturen verzahnt sind: Subnationale Köpfe können globale Debatten prägen, stoßen jedoch auf Einschränkungen durch zentrale Instanzen. Auch in Kaiserslautern zeigt sich, dass wirtschaftliche und politische Netzwerke zunehmend über Ländergrenzen wirken.
Die Vorfälle in Davos werfen Fragen zur Rolle von Gouverneuren in der Außenpolitik auf. Beobachter werden verfolgen, ob US-Bundesbehörden künftig den internationalen Auftritt subnationaler Akteure stärker regulieren. Für Deutschland und Rheinland-Pfalz bleibt wichtig, föderale Partizipation auch auf globaler Ebene zu ermöglichen.
