Das britische Oberhaus stimmte für ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige. Mehr als 4,7 Millionen minderjährige Accounts wurden bereits deaktiviert. Forschende warnen vor übereilten Maßnahmen.
Das britische Oberhaus hat in einer jüngsten Abstimmung einem Verbot der Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren zugestimmt.
Mit der nicht bindenden Abstimmung im Oberhaus signalisierte die Lordskammer ihren Willen, den Zugang zu sozialen Medien für unter 16-Jährige einzuschränken. Die Regierung unternahm bereits erste Schritte, indem sie über 4,7 Millionen minderjährige Accounts deaktivierte oder löschte. Der Beschluss erhöht den Druck auf Regierung und Unterhaus, konkrete gesetzliche Vorgaben zu erarbeiten.
Der Vorstoß in Großbritannien wirft auch in Deutschland Fragen nach Altersfreigaben, Medienkompetenz und Jugendschutz auf. Für Schulen, Eltern und Kommunen in Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern bleibt es wichtig, digitale Bildungsangebote altersgerecht zu gestalten und entsprechende Präventionsmaßnahmen weiterzuentwickeln.
Nachdem die erste Hürde im Oberhaus genommen ist, richten sich die Blicke nun auf die nächsten parlamentarischen Beratungen und die mögliche Umsetzung durch die Regierung. Ob und in welcher Form ein verbindliches Gesetz zustande kommt, bleibt abzuwarten.
