Bundeskanzler Merz und Italiens Regierungschefin Meloni treffen sich in Rom und unterzeichnen einen Aktionsplan zur Vertiefung der Zusammenarbeit in Migration, Verteidigung und EU-Strategie.
Bundeskanzler Friedrich Merz reiste nach Rom, um Regierungschefin Giorgia Meloni zu treffen und die deutsch-italienische Partnerschaft auf EU-Ebene zu stärken. Ziel ist es, gemeinsame Vorhaben in den Bereichen Migration, Verteidigung, Wirtschaft und strategische Autonomie zu vertiefen.
Die deutsch-italienische Kooperation gewinnt vor dem Hintergrund der EU-Debatte um strategische Autonomie an Bedeutung. Während Frankreich traditionell ein zentraler Partner Deutschlands war, zeichnet sich ein Bild ab, in dem Italien unter Meloni an Einfluss gewinnt. Dies reflektiert ein neues Kräfteverhältnis innerhalb der EU und untermauert das Bestreben beider Länder, auf Schlüsselthemen wie Migration und Verteidigung eng abgestimmt aufzutreten.
Für Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern könnte die vertiefte Partnerschaft Impulse bringen, etwa durch mögliche Aufträge für regionale Unternehmen im Bereich Verteidigungstechnik und Wirtschaftsdienstleistungen. Auch eine abgestimmte Migrationspolitik kann kommunale Herausforderungen in der Integrationsarbeit beeinflussen. Eine genaue Bewertung hängt von konkreten Projekten und Förderprogrammen ab.
Merz und Meloni werden ihre Pläne in den kommenden Wochen im EU Leaders Retreat weiter konkretisieren. Ministerien beider Länder bereiten die Umsetzung des Aktionsplans vor, während weitere Regierungskonsultationen die operative Zusammenarbeit auf nationaler und regionaler Ebene begleiten werden.
