Frankreichs Präsident Macron fordert die Aktivierung des EU-Anti-Coercion-Instruments Trade Bazooka gegen mögliche US-Zölle im Grönland-Streit. Das im November 2023 verabschiedete ACI soll wirtschaftliche Nötigung abwehren.
Im Zuge von Drohungen der US-Regierung mit weiteren Zöllen im Streit um Grönland fordert Frankreichs Präsident Macron, dass die EU ihr Anti-Coercion Instrument (ACI), auch als „Trade Bazooka“ bekannt, aktiviert, um auf mögliche US-Handelssanktionen zu reagieren.
Die EU verfügt seit November 2023 mit dem Anti-Coercion Instrument über ein neues Rechtsschutzmittel gegen politische Handelssanktionen Dritter. Es reagiert auf wachsende Spannungen zwischen der EU und Drittstaaten, die mittels Zöllen oder Handelsschranken versuchen, politische Entscheidungen zu beeinflussen.
Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern sind Teil einer exportorientierten Wirtschaft, die von internationaler Planbarkeit abhängig ist. Ein klares Abschreckungsinstrument der EU kann Sicherheit für lokale Unternehmen und Arbeitsplätze schaffen.
Die Entscheidung, das ACI erstmals einzusetzen, würde einen Präzedenzfall schaffen. Beobachter richten ihr Augenmerk nun auf die EU-Kommission und das künftige Vorgehen Washingtons.
