EU organisiert Sondergipfel gegen US-Zolldrohungen um Grönland; mögliche Gegenzölle bis 93 Milliarden Euro.
US-Präsident Donald Trump hat im Streit um die strategisch wichtige Insel Grönland angekündigt, Zölle gegen Deutschland und weitere NATO-Partner zu verhängen. Die EU will darauf mit einem Sondergipfel reagieren und prüft Gegenzölle in Höhe von bis zu 93 Milliarden Euro.
Trump verfolgt in seiner Grönland-Initiative nach Darstellung der EU-Staaten eine «totale Kontrolle» über die Insel und setzt Partner unter Druck (Trumps Grönland-Plan: Wie könnte der Konter der EU …). Europas Führung sieht sich mit Erpressungsversuchen konfrontiert und plant im Rahmen des Sondergipfels eine gemeinsame Antwort (Reaktionen auf Trumps Zolldrohungen: Die EU beginnt …).
Erhebliche Gegenzölle würden deutsche Exporte treffen – davon sind auch Unternehmen in Rheinland-Pfalz und im Raum Kaiserslautern betroffen, insbesondere in den Branchen Maschinenbau, Automobil- und Zulieferindustrie. Eine Eskalation könnte Arbeitsplätze und Investitionsentscheidungen in der Region belasten.
Der EU-Sondergipfel ist für Donnerstag geplant. Einen Tag zuvor wird Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos erwartet, was die europäischen Verhandlungspositionen beeinflussen könnte (Trump gegen Europa: Eskaliert der Grönland-Streit?). Beobachter rechnen damit, dass die EU schnelle Beschlüsse zu möglichen Gegenmaßnahmen fasst.
