US-Präsident Trump stellt einen neuen Friedensrat vor, EU-Ratspräsident Costa äußert erhebliche Zweifel. Hintergrund, Chancen, Risiken und Folgen für Rheinland-Pfalz im Überblick.
US-Präsident Donald Trump hat auf dem Weltwirtschaftsforum einen neuen „Friedensrat“ angekündigt, der in engem Austausch mit den Vereinten Nationen stehen soll. Auf dem darauffolgenden EU-Sondergipfel äußerte EU-Ratspräsident Costa jedoch erhebliche Zweifel an dem Vorstoß und kritisierte einzelne Elemente der Charta als unklar.
• Vorstellung des „Friedensrats“ auf dem WEF (WEF: Trump gründet umstrittenen „Friedensrat“)
• Anregung zur Kooperation mit den Vereinten Nationen, begleitet von Parallelankündigungen zu Zollschritten
• Klare Kritik von EU-Ratspräsident Costa nach dem EU-Sondergipfel (EU hat erhebliche Zweifel an Donald Trumps »Friedensrat«; EU meldet Zweifel an Trumps „Friedensrat“ an)
• Berichterstattung und Einordnung im heute journal (heute journal vom 22.01.2026 EU-Sondergipfel, Trumps “Friedensrat“, KI als Wirtschaftsfaktor.)
• Analyse der Machtstrukturen durch Josef Braml (In Trumps neuem Friedensrat sind die Machtdetails eine Offenbarung)
• Zusage Netanjahus zu einer Beteiligung und gleichzeitige Drohung mit hohen Zöllen auf europäischen Wein (Was ist Trumps „Friedensrat“ und hätte er wirklich Macht?)
Die Initiative zielt darauf ab, in globalen Konflikten eine neue Vermittlungsplattform zu etablieren und zugleich den Einfluss der USA in der Weltpolitik zu stärken. EU-Institutionen und Mitgliedstaaten zeigen sich jedoch zurückhaltend, da Unklarheiten in Mandat und Finanzierung bestehen. Die Debatte verdeutlicht bestehende Differenzen in der transatlantischen Sicherheitspolitik.
Für Rheinland-Pfalz bleibt die Entwicklung vorwiegend eine außenpolitische Frage. Diskussionen um internationale Friedensinitiativen können jedoch Impulse für universitäre Forschung und zivilgesellschaftliches Engagement im Bereich „Globale Sicherheit“ setzen. Unternehmen mit Exportinteressen in die USA und Israel sollten mögliche Handelskonflikte im Blick behalten.
Chancen:
• Ergänzende Vermittlungsstruktur neben UNO und EU
• Einbindung internationaler Partner wie Israel kann lokale Expertennetzwerke öffnen
Risiken:
• Unklare Rechtsgrundlage und Governance des Rates könnten bestehende multilaterale Strukturen schwächen
• Drohungen mit Zöllen erhöhen Unsicherheit für exportorientierte Betriebe in Deutschland
Die europäische Union wird in den kommenden Wochen entscheiden, ob sie sich aktiv an Gesprächen beteiligt oder parallel eigene Friedensinitiativen vorantreibt. Beobachter rechnen mit weiteren Positionierungen sowohl aus Washington als auch Brüssel, bevor konkrete Mitglieder oder Arbeitsabläufe des Rates feststehen.
