Jens Spahn plädiert in der Grönland-Debatte für eine besonnene Antwort auf US-Drohungen, während SPD und Grüne seine Nähe zu Trumps Kurs kritisieren und eine klare Union-Position fordern.
US-Präsident Donald Trump hat mit dem Abbruch von Gesprächen über den Kauf Grönlands und mit angekündigten Zöllen für Spannungen im transatlantischen Verhältnis gesorgt. Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) warnt vor einer zu harten Antwort auf diese Drohkulisse.
Die Debatte um Grönland illustriert die Spannungen zwischen konfrontativer Abschreckung und diplomatischer Deeskalation im transatlantischen Verhältnis. Während die SPD-Spitze eine scharfe Reaktion auf Trump fordert, setzt Spahn auf Dialog und Maßhalten. Innerhalb der Union wächst der Ruf nach einer klaren Positionierung.
Als exportstarke Region ist Rheinland-Pfalz auf stabile transatlantische Beziehungen angewiesen. Unsichere Handelsbeziehungen und mögliche Zölle könnten rheinland-pfälzische Unternehmen treffen. Auch sicherheitspolitisch ist eine enge Zusammenarbeit mit den USA für den Standort Deutschland von hoher Bedeutung.
Die Union muss intern klären, wie sie zwischen Abschreckung und Verständigung balanciert. Spahns Appell zur Zurückhaltung dürfte in den kommenden Wochen mit weiteren Debatten über den Kurs der Bundesregierung in transatlantischen Konflikten verbunden sein.
