US-Präsident Trump fordert eine Testanwendung von Artikel 5 gegen illegale Migration und sorgt auf dem WEF Davos 2026 mit Forderungen zu Greenland, Kritik an NATO-Partnern und missglückten Ansprachen für Diskussionen über die Zukunft des Bündnisses.
In jüngsten Äußerungen hat US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen, das transatlantische Bündnis zu „testen“, indem man Artikel 5 der NATO auf illegale Migration an der südlichen US-Grenze anwendet. Parallel dazu nutzte er seinen Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2026, um Forderungen zu Greenland und zur Sicherheitsarchitektur in der Arktis vorzutragen, Kritik an europäischen Verbündeten zu üben und die Allianz in Frage zu stellen.
Artikel 5 ist das zentrale Sicherheitsversprechen der NATO und sieht gemeinsame Verteidigung im Falle eines Angriffs auf ein Mitgliedsland vor. Trumps Vorschlag, diesen Mechanismus auf illegale Migration anzuwenden, stellt die traditionelle Auslegung dieses Bündnisfalls in Frage. Gleichzeitig rückt Greenland als strategischer Standort in den Fokus, was Spannungen mit europäischen Partnern hervorruft, die die Insel als Teil des Königreichs Dänemark betrachten.
Für Rheinland-Pfalz, insbesondere die Region Kaiserslautern mit ihrer engen Anbindung an US- und NATO-Einrichtungen, sind verlässliche Sicherheitsgarantien essenziell. Unklare Signale aus Washington können Unsicherheit in Planungen und Geschäftsbeziehungen auslösen, etwa bei der Zusammenarbeit mit Militärstandorten und zivilen Partnern.
Wie die NATO und europäische Partner auf Trumps jüngste Forderungen reagieren, wird entscheidend sein für die künftige Sicherheitsarchitektur im transatlantischen Bündnis. Beobachtet werden müssen ebenso konkrete Schritte zur Umsetzung des angeblichen Abkommens zu Greenland und Arktis sowie mögliche Folgen für die deutsche Bündnispolitik.
