EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen warnt vor einem Scheideweg in den transatlantischen Beziehungen aufgrund des Grönland-Konflikts, betont Souveränität und Solidarität.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht die Partnerschaft zwischen EU und USA wegen des Grönland-Konflikts an einem kritischen Punkt. Auslöser sind Überlegungen des amerikanischen Präsidenten, die zu Dänemark gehörende Insel Grönland zu erwerben, sowie flankierende Zolldrohungen. Zugleich betont die Kommissionschefin die Souveränität Grönlands und Dänemarks und verweist auf die Bedeutung innereuropäischer Solidarität.
Der Grönland-Konflikt eskalierte im Januar 2026, als US-Präsident Trump Gebietsansprüche auf die Insel geltend machte und einen möglichen Kauf ins Spiel brachte (Grönlandkrise). Anschließend verschärfte Washington den Druck mit Androhung von Strafzöllen und suchte Gespräche mit internationalen Partnern. Vor diesem Hintergrund rückt die EU-Solidaritätsklausel in den Fokus, da Mitgliedstaaten gemeinsam auf äußere Einflussnahmen reagieren müssen (Spannungen in Grönland: Bedeutung der EU …).
Rheinland-Pfalz als exportorientierte Wirtschaftsregion und Standort sicherheitspolitischer Infrastruktur profitiert von stabilen transatlantischen Beziehungen. Eine nachhaltige Belastung des Verhältnisses könnte Handel, Investitionen und die Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen auch in Kaiserslautern beeinträchtigen.
Entscheidend werden kommende Gespräche zwischen EU-Vertretern und der US-Regierung sein. Eine diplomatische Lösung könnte den Weg für eine Erneuerung der transatlantischen Partnerschaft ebnen. Beobachter erwarten hierzu Impulse auf dem nächsten G7-Gipfel.
