Studie der Bertelsmann-Stiftung weist Personalmangel in rheinland-pfälzischen Kitas nach: Nur 70 % des Personals, starke Unterschiede und fehlende 100 % Quote.
Die Bertelsmann-Stiftung hat in einer aktuellen Untersuchung auf erhebliche Unterbesetzungen in Kindertagesstätten hingewiesen. Personalmangel in Kitas: Rheinland-Pfalz unter Druck beleuchtet insbesondere die unzureichende Personalausstattung in Rheinland-Pfalz.
Die fachlichen Empfehlungen zur Personalausstattung in Kitas leiten sich aus pädagogischen Leitlinien ab, die für eine qualitativ hochwertige Betreuung notwendig sind. Trotz gesetzlicher Regelungen und Deputatsvorgaben erreichen die meisten Länder nicht die volle Personalquote (Die Personalausstattungs- quote in KiTas). Landesrechtliche Vorgaben, etwa zu Leitungsdeputaten und Praxisanleitungen, ermöglichen zwar Spielräume, führen aber zu einer heterogenen Umsetzung (Regelungen zum Personal, Leitungsdeputate und …).
Die Unterbesetzung in Kitas wirkt sich direkt auf die Betreuungsqualität und Bildungschancen von Kindern in Rheinland-Pfalz aus. In Kaiserslautern können Eltern nicht sicher sein, dass für ihr Kind ausreichend Fachpersonal zur Verfügung steht. Der unvollständige Ausbau des frühkindlichen Bildungssystems erschwert außerdem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Fachkräfte-Radar für KiTa und Grundschule 2021 – Rheinland …).
Der personelle Engpass birgt das Risiko von Qualitätseinbußen in Betreuung und frühkindlicher Bildung. Gleichzeitig bietet die aktuelle Situation die Chance, landesweite Strategien zur Fachkräftegewinnung und -bindung zu entwickeln. Eine angepasste Finanzierung und einheitliche Vorgaben könnten helfen, die Personalquote zu steigern.
Um die fachlichen Empfehlungen zu erfüllen, sind verstärkte Investitionen in Aus- und Fortbildung sowie attraktive Rahmenbedingungen für pädagogische Fachkräfte erforderlich. Ein regelmäßiges Monitoring der Personalausstattung kann sicherstellen, dass die Betreuungskapazitäten bedarfsgerecht erweitert werden.
