Bundeskanzler Merz fordert eine machtpolitische EU-Außenpolitik, neue Partnerschaften mit den USA und bestätigt Gespräche über einen europäischen Nuklearschirm.
Bundeskanzler Merz hat in seiner jüngsten Regierungserklärung betont, dass Europa angesichts externer Schocks seine Geschlossenheit wahren und die Sprache der Machtpolitik erlernen muss. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung starker Partnerschaften, vor allem im transatlantischen Verhältnis, ohne dabei Unterordnung zu akzeptieren.
Merz reagiert auf wachsende Unsicherheit im internationalen Umfeld und verschärfte globale Konflikte, etwa mit Blick auf erneute Drohungen gegen den Iran (News: Friedrich Merz, Regierungserklärung, Donald Trump …). Seine Forderung nach einer eigenständigen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik zielt darauf ab, die EU von einseitigen Entscheidungen Dritter unabhängiger zu machen.
Für Rheinland-Pfalz und insbesondere den US-Militärstandort Kaiserslautern ist eine stabile transatlantische Partnerschaft essenziell. Eine selbstbewusste EU-Außenpolitik kann regionale Arbeitsplätze in sicherheitsrelevanten Industriezweigen sichern und zur Planbarkeit bei Investitionen beitragen.
In den kommenden Monaten wird es darauf ankommen, die angekündigten Partnerschaften konkret mit Leben zu füllen und EU-Initiativen zur Verteidigung und Abschreckung voranzutreiben. Insbesondere die Umsetzung der Gespräche zum europäischen Nuklearschirm und die Abstimmung bei Handelsstreitigkeiten werden den Kurs der deutschen und europäischen Außenpolitik prägen.
