DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnt vor den Folgen der geplanten Arbeitszeitgesetz-Novelle. Wie beeinflusst die Flexibilisierung die Tarifautonomie in Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern?
Die Bundesregierung plant eine Novelle des Arbeitszeitgesetzes, die tägliche Höchstarbeitszeiten flexibler gestaltet und künftig eine wöchentliche Höchstgrenze vorsieht. Gewerkschaftsbund-Chefin Yasmin Fahimi warnt vor den Folgen für Tarifverträge und Beschäftigte.
Das Arbeitszeitgesetz regelt seit Jahrzehnten die zulässigen Arbeitszeiten in Deutschland und sieht derzeit eine tägliche Höchstgrenze vor. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD will das Gesetz flexibilisieren, um Unternehmen mehr Spielraum für Arbeitszeitmodelle zu geben. Gewerkschaften befürchten jedoch, dass dies die Verhandlungsmacht der Sozialpartner schwächt.
In Rheinland-Pfalz spielen Tarifverträge eine wichtige Rolle für die Arbeitsbedingungen in Industrie und Handwerk. Eine Aushöhlung des Arbeitszeitgesetzes könnte auch hiesige Unternehmen und Beschäftigte betreffen, da regionale Tarifverträge unter erhöhtem Druck stünden.
Die Debatte um die Arbeitszeit-Novelle wird in den kommenden Wochen im Bundestag fortgesetzt. CDU-Landtagskandidat Marc Fuchs aus Kaiserslautern wird die Auswirkungen auf regionale Tarifstrukturen genau beobachten und sich für eine ausgewogene Lösung einsetzen, die sowohl Flexibilität als auch Tarifautonomie stärkt.
