Debatte um Arbeitszeitgesetz: Druck auf Tarifverträge

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Veröffentlicht: 2. Februar 2026

DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnt vor den Folgen der geplanten Arbeitszeitgesetz-Novelle. Wie beeinflusst die Flexibilisierung die Tarifautonomie in Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern?

Worum es geht

Die Bundesregierung plant eine Novelle des Arbeitszeitgesetzes, die tägliche Höchstarbeitszeiten flexibler gestaltet und künftig eine wöchentliche Höchstgrenze vorsieht. Gewerkschaftsbund-Chefin Yasmin Fahimi warnt vor den Folgen für Tarifverträge und Beschäftigte.

Wichtigste Fakten

Politischer Hintergrund

Das Arbeitszeitgesetz regelt seit Jahrzehnten die zulässigen Arbeitszeiten in Deutschland und sieht derzeit eine tägliche Höchstgrenze vor. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD will das Gesetz flexibilisieren, um Unternehmen mehr Spielraum für Arbeitszeitmodelle zu geben. Gewerkschaften befürchten jedoch, dass dies die Verhandlungsmacht der Sozialpartner schwächt.

Bedeutung für Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern

In Rheinland-Pfalz spielen Tarifverträge eine wichtige Rolle für die Arbeitsbedingungen in Industrie und Handwerk. Eine Aushöhlung des Arbeitszeitgesetzes könnte auch hiesige Unternehmen und Beschäftigte betreffen, da regionale Tarifverträge unter erhöhtem Druck stünden.

Chancen & Risiken

  • Chancen: Flexiblere Arbeitszeitmodelle könnten besser auf betriebliche Bedürfnisse reagieren und individuelle Lebensentwürfe berücksichtigen.
  • Risiken: Eine Verlagerung der Regelungen von der gesetzlichen Ebene in Tarifverträge kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen und Tarifflucht begünstigen.

Ausblick

Die Debatte um die Arbeitszeit-Novelle wird in den kommenden Wochen im Bundestag fortgesetzt. CDU-Landtagskandidat Marc Fuchs aus Kaiserslautern wird die Auswirkungen auf regionale Tarifstrukturen genau beobachten und sich für eine ausgewogene Lösung einsetzen, die sowohl Flexibilität als auch Tarifautonomie stärkt.

Quellen

Marc Fuchs Portrait
Marc Fuchs

"Flexiblere Arbeitszeitmodelle könnten besser auf betriebliche Bedürfnisse reagieren und individuelle Lebensentwürfe berücksichtigen."

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