Die FCC hat Regeln für Talkshows mit Politiker-Interviews verschärft: Künftig müssen Unterhaltungsformate wie Late-Night-Shows Gegnern vergleichbare Sendezeit gewähren und eine Ausnahmeregelung wurde aufgehoben.
Die US-Medienaufsicht verschärft Regeln für Talkshows – Politik hat ihre Vorgaben für Unterhaltungsformate mit Politiker-Interviews angepasst. Talkshows, darunter populäre Late-Night-Formate, müssen künftig auch Gegenkandidaten vergleichbare Sendezeit einräumen. Gleichzeitig wurde eine bisher geltende Ausnahmeregelung für solche Interviews aufgehoben.
Die FCC ist von einer bisherigen Ausnahmeregelung abgegangen, die Talkshows politische Interviews ohne Ausgleichspflicht erlaubte. Mit der Neuregelung strebt sie an, politische Inhalte in Unterhaltungsformaten ausgeglichener darzustellen.
Da es sich um US-amerikanische Regulierungen handelt, greifen die Vorgaben nicht unmittelbar in Rheinland-Pfalz oder Kaiserslautern. Dennoch spiegeln sie den zunehmenden Fokus auf medienrechtliche Vorgaben für politische Ausgewogenheit wider, der auch in Deutschland diskutiert wird.
Kurzfristig dürften US-Talkshows ihre Gästelisten und Sendepläne anpassen, um den neuen Vorgaben zu entsprechen. Langfristig bleibt abzuwarten, wie sich diese Regelung auf die politische Diskussionskultur in Unterhaltungsformaten auswirkt.
