Die EU-Kommission verhängte erstmals eine 120 Mio. € DSA-Strafe gegen X. Musk spricht von Zensur und fordert die Abschaffung der EU. Weitere Verfahren stehen an.
Die Europäische Kommission hat gegen die Social-Media-Plattform X, vormals Twitter, erstmals eine Geldbuße wegen Verstößen gegen den Digital Services Act (DSA) verhängt. Die Strafe beläuft sich auf 120 Millionen Euro. Elon Musk reagierte empört und warf der EU Zensur vor, während er in Folge der Maßnahme sogar die Abschaltung von EU-Werbeanzeigen auf seiner Plattform anordnete.
Die Verordnung über digitale Dienste (Digital Services Act) ist eines der zentralen Regulierungsinstrumente der EU für große Online-Plattformen. Sie verpflichtet Anbieter wie X zur schnellen Entfernung illegaler Inhalte, zur Meldepflicht bei systemischen Risiken und zu regelmäßigen Transparenzberichten. Mit der Geldbuße signalisiert Brüssel, dass Verstöße nicht folgenlos bleiben.
Auch in Rheinland-Pfalz und der Stadt Kaiserslautern zeigt der Fall X die steigenden Anforderungen an digitale Dienste. Für Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Verwaltungen sind verlässliche Online-Plattformen essenziell, etwa für Behördenkommunikation oder Bürgerbeteiligung. Ein konsequentes DSA-Enforcement fördert Vertrauen in digitale Angebote.
Die EU-Kommission hat angekündigt, weitere Prüfverfahren gegen X einzuleiten. Sollten die Transparenz- und Sicherheitsstandards des DSA nicht eingehalten werden, drohen zusätzliche Bußgelder bis zu 6 % des globalen Jahresumsatzes oder im Extremfall ein Verbot der Plattform in Europa. Die kommenden Monate werden zeigen, ob X seine internen Abläufe anpasst oder der Konflikt eskaliert.
