Überblick über den EU-Vorschlag zur Aufweichung des Verbrenner-Verbots 2035, Reaktionen von BMW-Chef Zipse und Bedeutung für Rheinland-Pfalz.
Die EU-Kommission hat am 16. Dezember 2025 ihren Vorschlag für das Verbrenner-Aus 2035 aufgeweicht. Anstelle eines Ausstiegs auf 100 % Neuwagen ohne Auspuffemissionen sollen Hersteller künftig einen Flottenzielwert von 90 % erreichen.
Der Kompromiss folgt intensiver Lobbyarbeit der Autobranche. Branchenvertreter und Hersteller, darunter BMW, warnen seit Wochen vor einer zu raschen Festlegung auf reine Elektrofahrzeuge (Verbrenner-Aus: BMW-Chef Zipse kritisiert EU-Vorschläge). BMW-Chef Oliver Zipse attackierte zentrale Elemente als „ausgesprochen bedenklich“ und sprach von einem „Verbrennerverbot durch die Hintertür“ (BMW-Chef Zipse attackiert EU-Pläne zu Verbrennern und E-Autos) und bezeichnete das Vorhaben später als „Desaster“ (BMW-Chef Zipse: „Verbrenner-Aus ist ein Desaster“). Auch Unionspolitiker fordern Nachbesserungen am Kompromiss (BMW-Chef und Unionspolitiker kritisieren EU-Kompromiss).
In Rheinland-Pfalz und insbesondere in Kaiserslautern ist die Automobilzulieferindustrie ein wichtiger Arbeitgeber. Die Abmilderung der Vorgaben könnte regionalen Betrieben mehr Planungssicherheit geben, wirft aber zugleich Fragen zum langfristigen Wandel hin zu klimafreundlicher Mobilität auf.
In den kommenden Monaten werden Europäisches Parlament und Rat über die Vorlage verhandeln. Das Ergebnis wird maßgeblich entscheiden, wie ambitioniert Europas Mobilitätswende gestaltet wird und welches Signal nach Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern ausgeht.
