US-Präsident Trump droht Ländern, die Kuba mit Erdöl versorgen, mit Strafzöllen und verschärft damit die Sanktionen vor dem Hintergrund der schwersten Wirtschaftskrise Kubas seit 1959.
US-Präsident Trump hat angekündigt, Länder zu bestrafen, die Kuba mit Erdöl versorgen. Er plant, zusätzliche Strafzölle auf Importe aus Staaten zu erheben, die direkt oder indirekt Öl an Kuba liefern.
Die Maßnahmen knüpfen an die seit Jahrzehnten bestehende US-Blockadepolitik gegen Kuba an und stellen eine deutliche Verschärfung dar. Die Administration begründet die Zolldrohungen mit Sicherheitsinteressen und dem Ziel, das Regime in Havanna wirtschaftlich unter Druck zu setzen (Trump kündigt Sekundärzölle gegen Öllieferanten Kubas an).
Direkte wirtschaftliche Verflechtungen mit Kuba sind in Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern begrenzt. Die Sanktionserweiterungen verdeutlichen jedoch, wie internationale Handelspolitik auch europäische Unternehmen und Behörden vor komplexe außenpolitische Herausforderungen stellen kann.
Risiken: Eine weitere Verschärfung der Krise könnte die humanitäre Lage in Kuba erheblich verschlechtern und Spannungen in der Region erhöhen. Chancen: Die Zolldrohungen könnten zu Verhandlungen über eine Lockerung der Sanktionen führen und der EU Anlass geben, ihre eigene Kuba-Strategie zu überdenken.
Kuba dürfte versuchen, alternative Ölquellen zu erschließen, um die Energieversorgung aufrechtzuerhalten. Im transatlantischen Verhältnis dürften die Maßnahmen Debatten über eine koordinierte EU-US-Politik gegenüber Kuba anstoßen.
