Studien des DIW Berlin prognostizieren bis zu 147 Milliarden Euro Einnahmen durch eine wieder eingeführte Vermögensteuer. Die Analyse beleuchtet Aufkommens- und Verteilungswirkungen und diskutiert Reformen bei der Erbschaftsteuer.
Die Bundestagsfraktion der Linken plant die Wiedereinführung einer Vermögensteuer. Nach Vorstellungen des Konzepts sollen neben der reinen Erhebung wichtige Verteilungs- und Aufkommenswirkungen untersucht werden. Parallel diskutiert das DIW Berlin Reformen der Erbschaftsteuer, bei denen Steuervergünstigungen für Unternehmensübertragungen und vermietete Wohnungen wegfallen sollen.
Die Vermögensteuer wurde seit 1997 nicht mehr erhoben, das Vermögensteuergesetz ist jedoch weiterhin in Kraft. In verschiedenen Projekten untersucht die Abteilung Staat des DIW Berlin Fragen der Vermögensbesteuerung, darunter Vermögensabgaben und die Wiedereinführung der Steuer.
Potenzielle Einnahmen aus einer Vermögensteuer könnten auch auf Landes- und kommunaler Ebene zusätzlichen finanziellen Spielraum schaffen.
Die Debatte um die Vermögensteuer wird von Analysen zu Einnahme- und Verteilungseffekten begleitet. Ob und in welcher Form eine Wiedereinführung und die damit verbundenen Erbschaftsteuerreformen umgesetzt werden, bleibt Thema laufender politischer Auseinandersetzungen.
