US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof: Überblick über die Maßnahmen, die Reaktionen Deutschlands und die Bedeutung für Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern.
Die US-Regierung nutzt Sanktionen, um Druck auf den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) auszuüben. Dabei werden nicht nur Einzelpersonen belegt, sondern es entsteht auch die Gefahr, dass die Arbeit der Institution selbst durch wirtschaftliche Restriktionen beeinträchtigt wird.
Unter der Regierung von Präsident Trump dienten Sanktionen nicht nur der Bestrafung einzelner Akteure, sondern wurden als Mittel eingesetzt, um völkerrechtliche Institutionen wie den IStGH insgesamt zu schwächen. Diese Praxis bezeichnete der Verfassungsblog als eine Form der „Sanktionierung des Rechts“ (Die Sanktionierung des Rechts).
Die deutsche Außen- und Rechtspolitik beeinflusst unmittelbar das internationale Umfeld, in dem auch Forschungseinrichtungen und Universitäten aus Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern tätig sind. Ein klares Bekenntnis Deutschlands zum IStGH stärkt die Glaubwürdigkeit und Planbarkeit für alle in der Region ansässigen Institutionen mit völkerrechtlichem Bezug.
Ob die USA unter einer neuen Regierung ihre Sanktionspolitik gegenüber dem IStGH ändern, bleibt abzuwarten. Für den IStGH stellt sich die Frage, wie er seine Unabhängigkeit in einem geopolitisch aufgeladenen Umfeld langfristig sichern kann.
