In Rheinland-Pfalz startet die erste landesweite Zentralstelle für Erstorientierungskurse, während Bundesmittel für Integrationskurse gekürzt werden – Chancen und Risiken im Überblick.
In Rheinland-Pfalz startet mit dem vhs-Verband und der ProfeS GmbH erstmals eine landesweite Zentralstelle für Erstorientierungskurse (EOK). Gleichzeitig sorgt die Begrenzung und Teilstreichung von Bundesmitteln für Integrationskurse für heftige Kritik.
Auf Bundesebene fördert das BAMF die Erstorientierungskurse im Rahmen der Integrationsmaßnahmen. Gleichzeitig sind politische Entscheidungen gefasst worden, Integrationskurse stärker zu begrenzen und freiwillige Angebote nicht mehr zu finanzieren. Diese Widersprüche zwischen Budgeterhöhung und Zugangsbeschränkung haben zu öffentlichen Debatten geführt.
Die neue Zentralstelle verspricht eine bessere Koordination aller EOK-Angebote im Land und erleichtert Trägern wie Volkshochschulen und ProfeS die Planung. Zugleich treffen die Kürzungen bei Integrationskursen direkt Menschen in Kaiserslautern, die sich in Deutschland integrieren möchten.
Die Zentralstelle wird die Angebote im ganzen Bundesland weiterentwickeln. Ob und wie die Bundesregierung die Mittel für freiwillige Kurse wieder freigibt, bleibt abzuwarten. Eine klare Perspektive für alle Kursinteressierten ist für die erfolgreiche Integration entscheidend.
