Der Rücktritt von Christian Dorst, Debatte um Umbenennung von BSW und wachsende CDU-Vorbehalte prägen die aktuelle Krise im Bündnis Sahra Wagenknecht.
Der stellvertretende Fraktionschef der Brandenburger Landtagsfraktion des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), Christian Dorst, ist zurückgetreten. Er räumte einen Fehler bei seiner Reaktion auf eine Äußerung der AfD zur NS-Zeit ein (Ex-BSW-Fraktionsvize sieht Fehler nach Beitrag zur NS-Zeit). Parallel dazu läuft eine Debatte über einen neuen Namen ohne Bezug auf die Gründerin Sahra Wagenknecht (Neuer Vorschlag für Namen des BSW – Wagenknecht). Aus der CDU gibt es zunehmend Kritik an möglichen Kooperationen mit der Partei (Unmut in der CDU über Kooperationen mit BSW).
Die Koalition aus SPD und BSW in Brandenburg ist seit Monaten in der Kritik. Es gab Streit um die Rundfunkreform, mehrere Parteiaustritte und nun den Rücktritt des Fraktionsvizes (BSW-Krise: Woidke und Wagenknecht wollen Ende interner BSW-Konflikte, Bündnis auf Bewährung – hält Brandenburgs SPD/BSW-Koalition).
Obwohl der BSW derzeit nur in Brandenburg aktiv ist, signalisiert die Debatte über historische Sensibilität und Koalitionspartner eine genauere Prüfung von möglichen Bündnissen auch in Rheinland-Pfalz. Lokalpolitiker in Kaiserslautern sollten die klare Abgrenzung zu rechtsextremen Positionen einfordern.
Das Bündnis wird an einer neuen Selbstdefinition arbeiten und weitere personelle Entscheidungen treffen müssen. Die CDU in Rheinland-Pfalz wird voraussichtlich genaue Kriterien für eine Zusammenarbeit festlegen.
