Christian Dorst tritt als BSW-Fraktionsvize zurück, nachdem er einen Post verteidigte, der als Holocaust-Relativierung galt. Fraktionsspitze und Koalition reagieren.
Christian Dorst, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Brandenburger BSW, ist nach einem umstrittenen Post zurückgetreten. Dieser wurde als Relativierung des Holocaust verstanden. Dorst räumte im Nachgang Fehler in seiner Reaktion auf eine AfD-Äußerung zur NS-Zeit ein.
Die BSW ist in Brandenburg Koalitionspartnerin der SPD. In der deutschen Erinnerungskultur gilt eine klare Abgrenzung gegen jede Form der Relativierung der NS-Verbrechen als wichtiges politisches Gebot. Auseinandersetzungen um die angemessene Erinnerung an den Holocaust haben nationale Relevanz.
Auch in Rheinland-Pfalz sind eindeutige Positionen gegen Rechtsextremismus und historische Relativierungen elementar für das Vertrauen in politische Verantwortliche. Kontroversen wie um Christian Dorst unterstreichen, wie sensibel Parteien mit historischen Themen umgehen müssen, um Koalitionen und Wählervertrauen zu sichern.
Die SPD-BSW-Koalition muss das Thema aufarbeiten und Lehren für den korrekten Umgang mit historischen Schuldthemen ziehen. Beobachtet wird, wie BSW und SPD künftig den innerparteilichen Umgang mit sensiblen Erinnerungsfragen gestalten.
