Yasmin Fahimi warnt vor Konsequenzen flexiblerer Arbeitszeitregelungen: Druck auf Tarifverträge, Risiko eines verlorenen Jahres und Bedeutung für Rheinland-Pfalz.
Bundesarbeitsminister und Koalition planen eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes. Kernpunkt ist die Umstellung einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, warnt vor negativen Folgen und mahnt die Bedeutung der Tarifautonomie an.
Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD strebt an, Arbeitszeitregelungen an veränderte Bedürfnisse von Wirtschaft und Beschäftigten anzupassen. Ein zentraler Streitpunkt ist die Abkehr von der starren Acht-Stunden-Grenze pro Tag. Gewerkschaften warnen, dass ohne starke Tarifverträge die Schutzwirkung für Arbeitnehmer schwindet.
In Rheinland-Pfalz und der Region Kaiserslautern sind industrieorientierte Unternehmen und der öffentliche Dienst auf verlässliche Arbeitszeitmodelle angewiesen. Änderungen im Arbeitszeitgesetz könnten den Gewerbestandort beeinflussen. Lokale Tarifpartner stehen vor der Herausforderung, Flexibilitätswünsche und Arbeitnehmerrechte in Einklang zu bringen.
Die Debatte wird sich in den kommenden Monaten in Bundestag und Bundesrat fortsetzen. Entscheidend ist, wie die Tarifvertragsparteien auf die vorgeschlagenen Änderungen reagieren. Parallel wird der DGB seine eigenen Vorstellungen zur Rentenreform vorlegen und damit die Diskussion um soziale Sicherheit weiter befeuern.
