China erhöht zum achten Mal in Folge sein Militärbudget: Für 2026 sind 7 % Zuwachs auf rund 275 Mrd. USD geplant, Hintergrund sind Unruhen im Militär nach Purgen.
Beim Jahrestreffen des Nationalen Volkskongresses hat die Führung Chinas eine erneute Erhöhung der Verteidigungsausgaben für 2026 angekündigt. Zugleich berichten Beobachter von Unruhen innerhalb der Streitkräfte nach umfangreichen Entlassungen von Generälen.
Auf der Jahresversammlung des Nationalen Volkskongresses nutzt die chinesische Führung traditionell die Bühne, um politische Leitlinien zu verkünden. Die jüngste Entscheidung unterstreicht Pekings Schwerpunkt auf Aufrüstung, während in der Armee offenbar Widerstand gegen interne Säuberungen und Führungsentlassungen besteht.
Die stetig wachsenden Militärausgaben Chinas beeinflussen das globale Sicherheitsumfeld, in dessen Rahmen auch Deutschland seine Verteidigungs- und Sicherheitspolitik überprüft. Für Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern als Region mit Bundeswehrstandorten sind solche Entwicklungen Teil strategischer Debatten um Ausrüstung, Ausbildung und internationale Übungen.
Angesichts des kontinuierlichen Ausbaus des Militärhaushalts in Peking ist damit zu rechnen, dass China auch in den kommenden Jahren seine Verteidigungsinvestitionen weiter steigert. Beobachter werden genau verfolgen, inwieweit dies zu einer Verschiebung geopolitischer Machtverhältnisse führt.
