Die SPD in Brandenburg hat die Koalition mit dem BSW aufgekündigt. Nach dem Austritt mehrerer Abgeordneter sind die Regierungsmehrheit und die weitere politische Stabilität in Potsdam ungewiss.
Nach Angaben von Brandenburg: SPD kündigt Koalition mit BSW auf – ZDFheute hat die SPD die Koalition mit dem BSW in Brandenburg offiziell aufgekündigt. Zwei weitere Abgeordnete haben die BSW-Fraktion verlassen, sodass die bisherige Regierungsmehrheit infrage steht.
Die SPD regierte in Brandenburg bislang gemeinsam mit dem BSW, doch interne Konflikte führten zum Austritt weiterer Abgeordneter aus der BSW-Fraktion. Laut Deutschlandfunk erklärten Woidke und Crumbach in Potsdam, die Grundlage der Koalition sei nicht mehr gegeben. Der Ausstieg Crumbachs aus dem BSW stärkt den Eindruck, dass die Koalitionsmehrheit verloren gegangen ist (Bruch der Koalition in Brandenburg: Die nächste Stufe des BSW …).
Direkte Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz oder die Stadt Kaiserslautern sind derzeit nicht absehbar. Dennoch unterstreicht der Bruch in Brandenburg die Bedeutung stabiler Mehrheiten für die handlungsfähige Landesregierung auch in anderen Bundesländern.
Unklar ist, ob die SPD kurzfristig eine alternative Mehrheit bildet, eine Minderheitsregierung anstrebt oder Neuwahlen ausruft. Entscheidend wird sein, welche politischen Optionen im Potsdamer Landtag Mehrheitschancen haben und wie schnell eine neue stabile Regierungsstruktur entsteht.
