US-Präsident Trump kritisiert die Rückgabe der Chagos-Inseln als Schwäche und Dummheit, verknüpft dies mit Sicherheitsbedenken, Forderungen nach Grönland-Übernahme und Drohungen mit EU-Zöllen. Mögliche Auswirkungen für Rheinland-Pfalz und den Handel.
Im Mai 2025 kündigte die britische Regierung die Rückgabe der Chagos-Inseln an Mauritius an. Besonders umstritten ist die Insel Diego Garcia, auf der sich ein gemeinsamer Militärstützpunkt von Großbritannien und den USA befindet. US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung scharf kritisiert, London im Gegenzug Schwäche und eine Gefährdung der westlichen Sicherheit vorgeworfen sowie Handelssanktionen in Aussicht gestellt.
Die Chagos-Inseln waren seit den 1960er-Jahren britisches Überseegebiet. Mit der Rückgabe an Mauritius soll ein jahrzehntelanger kolonialer Konflikt beigelegt werden. Die Insel Diego Garcia dient den USA als wichtiger Marinestützpunkt im Indischen Ozean. Trumps Kritik verbindet sicherheitspolitische Bedenken mit seiner Linie, außenpolitische Fragen über Handels- und Sanktionsdrohungen zu regeln.
Direkte Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz sind begrenzt. Indirekt könnten EU-Handelskonflikte, etwa wegen angedrohter Zölle, auch Unternehmen aus der Region treffen. Überregionale Sicherheitspartnerschaften wie die NATO und damit verbundene Rüstungskooperationen betreffen auch deutsche Standorte und Lieferketten.
Es bleibt abzuwarten, ob die EU auf Trumps Drohungen mit Gegenmaßnahmen reagiert und wie sich das britisch-mauritische Abkommen praktisch umsetzen lässt. Deutschland und Rheinland-Pfalz sollten mögliche Handelsrisiken beobachten und weiter auf eine enge transatlantische Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen drängen.
