Stadt Gießen will eine Demoverbotszone um die Messehallen durchsetzen, in denen die neue AfD-Jugend tagt. Innenminister Poseck warnt vor Blockaden, AfD-Jugend umfasst über 10.000 Mitglieder.
Die AfD hat für Mitglieder unter 36 Jahren eine neue Parteijugend gegründet, der nach Angaben von Jean-Pascal Hohm mehr als 10.000 Personen angehören (Gießen – AfD gründet neue Parteijugend – was ist geplant?). In Gießen möchte die Stadtverwaltung für das geplante Treffen eine Demonstrationsverbotszone um die Messehallen im Westteil durchsetzen (Proteste gegen AfD-Jugend: Stadt Gießen will Demoverbotszone vor Gericht durchsetzen). Gleichzeitig warnt Innenminister Roman Poseck ein Bündnis davor, Blockaden gegen das Treffen zu organisieren (Bei AfD-Treffen in Gießen: Innenminister warnt Bündnis vor Blockaden).
Mit der Gründung der neuen Parteijugend versucht die AfD, ihre Nachwuchsarbeit zu institutionalisieren und aktive Mitglieder unter 36 zu mobilisieren. Die Stadt Gießen reagiert auf erwartete Proteste gegen das als rechtsextrem eingestufte Treffen mit einer Demonstrationsverbotszone, um öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Innenminister Poseck betont die Bedeutung legaler Protestformen und warnt vor Rechtsverstößen durch Blockaden.
Obwohl das Treffen in Hessen stattfindet, könnten ähnliche Debatten um Versammlungsfreiheit und Sicherheitsmaßnahmen auch in Rheinland-Pfalz an Relevanz gewinnen. Kommunen in der Region beobachten, wie die Rechtsprechung eventuelle Verbotszonen handhabt, und politische Akteure in Kaiserslautern wägen ihre Position gegenüber der AfD-Jugend neu ab.
Die anstehende Gerichtsentscheidung zur Demonstrationsverbotszone wird klären, inwieweit Kommunen politisch umstrittene Versammlungen räumlich beschränken können. Zugleich bleibt die Entwicklung der AfD-Jugend ein Indikator für die Mobilisierung junger Parteimitglieder.
