Das deutsch-französisch-spanische Luftkampfsystem FCAS steht vor der letzten Frist bis Mitte April. Merz und Macron planen Vermittlungsgespräche, während Industrie, CSU und Gewerkschaften unterschiedliche Szenarien diskutieren.
Beim Future Combat Air System – Wikipedia (FCAS), auch als SCAF bezeichnet, handelt es sich um ein deutsch-französisch-spanisches Programm zur Entwicklung eines fliegenden Waffensystems der nächsten Generation. Dieses Gemeinschaftsprojekt gilt als Leuchtturm der europäischen Luftverteidigungsstrategie.
Das FCAS-Vorhaben ist ein zentrales Element der europäischen Verteidigungsintegration. Die Beziehungen zwischen den Partnern gelten als angespannt, nur eine Entscheidung auf höchster Ebene kann das Programm retten (France’s Macron and Germany’s Merz to discuss troubled fighter … – whbl.com).
Offiziell haben weder Bundeskanzler Merz noch Präsident Macron bisher eine endgültige Entscheidung getroffen (Rüstungsprojekt FCAS wackelt: Merz schweigt – The Pioneer).
Die CSU fordert, dass Deutschland im Zweifelsfall eigenständig weiterentwickelt, sollte Frankreich nicht zustimmen (CSU will notfalls deutschen Alleingang bei Kampfjet FCAS – Deutschlandfunk).
Industrie und Gewerkschaften in Deutschland plädieren für die Beschaffung von zwei unterschiedlichen Flugzeugmustern, um nationale Interessen zu wahren (FCAS-Vorstoß: Industrie und Gewerkschaft in Deutschland wollen … – augengeradeaus.net).
Als Teil des deutschen Luftfahrtsektors ist Rheinland-Pfalz indirekt am FCAS-Projekt beteiligt. Entscheidung und mögliche Aufträge können sich auf regionale Zulieferbetriebe und Arbeitsplätze auswirken.
Bis Mitte April müssen Kanzler Merz und Präsident Macron über das weitere Vorgehen entscheiden. Die anstehende Annäherungsmission und die begonnene Mediation werden klären, ob FCAS als gemeinsames Leuchtturmprojekt der EU-Luftfahrt bestehen kann oder ob alternative Wege erforderlich werden.
