BDI-Präsident Leibinger warnt vor der schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik. Stimmung in vielen Unternehmen so schlecht wie nie – Forderung nach Reformen.
Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, schlägt Alarm: Die Stimmung in deutschen Unternehmen sei so schlecht wie selten zuvor. Angesichts eines vierten Produktionsrückgangs in Folge und zunehmender Aggressivität gegenüber der Politik fordert der BDI entschlossenes Handeln.
Beim Regierungswechsel im Mai herrschte in der Wirtschaft noch Hoffnung auf Entlastungen und Reformen. Mittlerweile räumt der BDI ein, dass Erwartungen an Union und SPD teilweise überzogen waren. Die anhaltende Schwäche der Industrie bei gleichzeitig unzureichenden politischen Impulsen verstärkt die Unzufriedenheit der Unternehmen.
In Rheinland-Pfalz, insbesondere in der Region Kaiserslautern, ist die Automobil- und Zulieferindustrie ein wichtiger Arbeitgeber. Ein anhaltender Produktionsrückgang in der Branche gefährdet Arbeitsplätze und Investitionen. Strukturreformen auf Bundesebene könnten notwendige Modernisierungen in der regionalen Industrie befördern.
Der BDI wird die Bundesregierung in den kommenden Wochen weiter unter Druck setzen. Entscheidend wird sein, ob im Rahmen des Industrieberichts und der Hannover Messe konkrete Maßnahmen vereinbart werden, um die Stimmung aufzuhellen und den Produktionsrückgang zu stoppen.
