Russland hat den DAAD faktisch verboten und sämtliche Stipendienverfahren ausgesetzt. Die Bundesregierung protestiert, Außenminister Wadephul fordert die Rücknahme. Risiken für Forschung und Austausch in Rheinland-Pfalz sind hoch.
Russland hat den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) offiziell auf die Liste unerwünschter Organisationen gesetzt. Dies führt faktisch zu einem Verbot seiner Tätigkeit im Land und beendet alle Auswahlverfahren für Stipendien.
Die Bundesregierung hat die Entscheidung Russlands als unverhältnismäßige Einschränkung des Wissenschafts- und Studienaustauschs kritisiert. Außenminister Wadephul appelliert an Moskau, das faktische Verbot zurückzunehmen, um akademische Kooperation und Vertragsfreiheit zu wahren. Gleichzeitig protestiert die Bundesregierung gegen den Schritt und prüft diplomatische Gegenmaßnahmen (Bonn/Moskau | Hochschulaustausch DAAD muss Arbeit in Russland einstellen).
In Rheinland-Pfalz, insbesondere an der Technischen Universität Kaiserslautern, sind Studierende und Forschende auf DAAD-Stipendien und Kooperationsprogramme mit russischen Partnern angewiesen. Das Verbot gefährdet laufende Projekte und künftige Bewerbungen von Hochschulangehörigen aus der Region.
Ob Russland auf die Forderung der Bundesregierung reagiert, bleibt abzuwarten. Ein wichtiges Signal wird sein, ob diplomatischer Druck und bilaterale Gespräche eine Rücknahme der Einstufung ermöglichen und die Wiederaufnahme von DAAD-Programmen in Russland erlauben.
