Das Bundesjustizministerium plant bis 2026 die digitale Ausgabe des Führungszeugnisses als PDF über BundID und App. Infos zu Gesetzentwurf, Umsetzung und Bedeutung für Rheinland-Pfalz.
Ein Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums sieht vor, das Führungszeugnis künftig digital als PDF bereitzustellen. Bürgerinnen und Bürger sollen es über ihr BundID-Konto oder eine App abrufen können, eine Umsetzung ist für 2026 geplant.
Die Digitalisierungsinitiative ist Teil der Staatsmodernisierung der Bundesregierung. Sie soll verwaltungsinterne Prozesse vereinfachen und den Bürgerkontakt über digitale Kanäle stärken. Die SPD-geführte Justizministerin Stefanie Hubig sieht darin einen Meilenstein für die Bürgerfreundlichkeit staatlicher Leistungen.
Auch in Rheinland-Pfalz werden Bürgerinnen und Bürger künftig den Nachweis ihrer Unbedenklichkeit elektronisch abrufen können. Für Kaiserslautern bedeutet dies weniger Behördengänge und eine Beschleunigung von Einstellungsverfahren, in denen Führungszeugnisse benötigt werden.
Die digitale Bereitstellung verspricht erhebliche Zeitersparnis und erleichterte Zugänglichkeit. Gleichzeitig sind hohe Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz sowie die digitale Grundkompetenz aller Nutzerinnen und Nutzer zu berücksichtigen.
Nach Verabschiedung des Gesetzentwurfs im Bundestag ist bis 2026 die technische Umsetzung vorgesehen. Anschließend können Nutzer ihr Führungszeugnis eigenständig als PDF über BundID und App abrufen, ohne postalische Zustellung oder Behördengang.
