Die Bundesregierung hat erstmals 20 verurteilte Straftäter per Charterflug direkt nach Kabul abgeschoben. Grundlage waren Gespräche mit Taliban-Vertretern und neue bundespolitische Vereinbarungen.
Die Bundesregierung hat heute Morgen erstmals eine Gruppe von 20 afghanischen Straftätern mit einem Charterflug von Leipzig direkt nach Kabul abgeschoben. Nach Angaben des Innenministeriums handelt es sich um verurteilte Straftäter, deren Rückführung planmäßig durchgeführt wurde.
Seit der Machtübernahme der Taliban vor fast vier Jahren konnten Rückführungen nach Afghanistan nur eingeschränkt erfolgen. Mit den im Herbst 2025 geführten Gesprächen des BMI wurden erstmals verlässliche Grundlagen für eine direkte Abschiebung von Straftätern geschaffen. Die Maßnahme markiert eine Neuausrichtung der Bundespolitik im Umgang mit abgelehnten Asylbewerbern aus Afghanistan.
Obgleich keine Straftäter aus Rheinland-Pfalz namentlich genannt wurden, zeigt die Aktion bundespolitische Entschlossenheit, rechtsstaatliche Verfahren auch im Land umzusetzen. Sicherheitsbehörden in Kaiserslautern und ganz Rheinland-Pfalz verfolgen die Entwicklungen aufmerksam, da sie das Vertrauen in Abschiebemaßnahmen stärken und der öffentlichen Sicherheit dienen.
Die Bundesregierung hat angekündigt, weitere Abschiebungen nach Afghanistan auf Grundlage bestehender Vereinbarungen prüfen zu wollen. Entscheidend bleibt die fortlaufende Kooperation mit den afghanischen Behörden unter den Taliban, um Rechtssicherheit und humane Behandlung der Rückgeführten zu gewährleisten.
