Union und SPD einigen sich auf ein unverändertes Rentenpaket mit Social Leasing und werben in Brüssel für hocheffiziente Verbrenner. Überblick zu Fakten, Chancen und Risiken.
Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsausschuss auf das weitere Vorgehen in Sachen Rentenpaket und Verbrenner-Aus verständigt. Während das Rentenpaket unverändert bleibt, plant Bundeskanzler Friedrich Merz einen Brief an die EU, um die Pläne zum Aus für neue Verbrenner-Autos ab 2035 zu lockern und stattdessen auf hocheffiziente Verbrenner zu setzen.
Der Koalitionsausschuss hatte monatelange Auseinandersetzungen über die Finanzierung und Höhe der Rentenreformen geführt. Die Entscheidung, das bestehende Rentenpaket bleibt, Verbrenner sollen hocheffizient werden beizubehalten und um Social Leasing zu ergänzen, zeigt den Willen der Koalition, breite Mehrheiten zu sichern. Gleichzeitig ringt die Union auf EU-Ebene um Spielräume beim Verbrenner-Aus, um die deutsche Automobilindustrie zu unterstützen.
Die Einigung schafft für Rheinland-Pfalz und die Region Kaiserslautern Planungssicherheit bei der Altersvorsorge. Eine stabile Rentenpolitik ist gerade für eine wachsende Zahl an älteren Bürgerinnen und Bürgern im Bundesland von zentraler Bedeutung. Zugleich könnten Lockerungen beim EU-Verbrenner-Aus positive Impulse für die ansässige Automobilzuliefer-Branche bringen.
In den kommenden Wochen wird die Bundesregierung das Rentenpaket in den Bundestag einbringen und Merz den Brief an die EU-Kommission abschicken. Die Diskussion über die Ausnahmeregelungen für Verbrenner wird im Rat der EU-Mitgliedstaaten weitergeführt. Dabei wird sich zeigen, inwieweit Deutschland Unterstützer für eine Lockerung mobilisieren kann.
