Die Bundesregierung will das EU-Verbot neuer Verbrennungsmotoren ab 2035 aufweichen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann plant, gegen Fahrverbote vorzugehen.
Die EU-Kommission hat für 2035 ein Aus für Neuwagen mit Verbrennungsmotor beschlossen. Innerhalb der Ampel-Koalition stößt dieser Plan auf Widerstand seitens CDU, CSU und Teilen der SPD, die eine Aufweichung verlangen. Im jüngsten Koalitionsausschuss bekräftigten die Parteien ihre gemeinsame Linie.
Im Bundestag kam es kürzlich zu Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU, als auf die langjährige grüne Landesregierung in Baden-Württemberg verwiesen wurde: „Seit elf Jahren grün regiert und überall hinter Bayern.“ 20095.xml
Auch in den Landesparlamenten wird die Debatte geführt: Die NRW-Ministerin Bilkay Öney betonte, dass Baden-Württemberg bereits viele Maßnahmen umsetzt und von anderen Bundesländern nicht geschwiegen werden könne. Word – Landtag NRW
Eine Lockerung des Verbrenner-Aus würde Handel und Handwerk in Rheinland-Pfalz entlasten und regionale Autozulieferer stärken. In Kaiserslautern könnten mögliche Fahrverbote bei Luftreinhalteplänen weniger gravierend ausfallen, wenn alternative Politiken für saubere Antriebe Flexibilität erhalten.
Die Debatte wird in den kommenden Wochen auf EU-Ebene fortgesetzt. Parallel ist mit weiteren juristischen Auseinandersetzungen auf Landesebene zu rechnen, insbesondere in Baden-Württemberg. Die Entscheidung im Europäischen Rat wird zeigen, ob die Bundesregierung ihre Position durchsetzen kann.
