Bundeskanzler Merz garantiert Armenien deutsche Unterstützung für die EU-Annäherung und sieht nach dem Friedensschluss eine historische Chance für den Südkaukasus. Analyse und Ausblick.
In Berlin hat Bundeskanzler Friedrich Merz der Republik Armenien die deutsche Unterstützung für eine Annäherung an die Europäische Union zugesichert (Kanzler sichert Armenien Unterstützung für EU-Mitgliedschaft zu) und gemeinsam mit Premierminister Pashinyan den weiteren Ausbau von Frieden und bilateraler Partnerschaft im Südkaukasus betont (Merz setzt auf engere Zusammenarbeit mit Armenien).
Die deutsche Unterstützung folgt dem im Sommer 2025 geschlossenen Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan, das Bundeskanzler Merz als „historische Chance“ für den Südkaukasus bewertete (Spiegel). In der Pressekonferenz zur Deutsch-Armenischen Erklärung verwies der Kanzler auf die Reformerfahrungen der Ukraine und Moldau als Orientierung für den weiteren Weg Armeniens.
Die Bundespolitik sendet damit ein klares Signal auch nach Rheinland-Pfalz: Die Offenheit für EU-Erweiterung und die Rolle Deutschlands als Stabilitätsgarant können Impulse für die außenpolitische Debatte an Universitäten wie in Kaiserslautern liefern (n-tv).
Chancen:
Risiken:
In den kommenden Monaten dürften technische Gespräche zur Umsetzung der deutschen Zusagen beginnen. Deutschland wird dabei seine Expertise in Reformprojekten einbringen und weitere bilaterale Abkommen zur Vorbereitung eines möglichen EU-Beitritts verhandeln (Berliner Zeitung).
