Laut Deutschland-Monitor 2025 ist jede*r fünfte Deutsche offen für autoritäre Ideen, in Ostdeutschland über ein Viertel. Studien zeigen regionale Unterschiede und Handlungsbedarf für strukturschwache Gebiete.
Der aktuelle Deutschland-Monitor: So offen sind Deutsche für autoritäre … zeigt, dass jede*r fünfte Bundesbürger*in empfänglich für autoritäre Ideen ist. In Ostdeutschland liegt der Wert mit über einem Viertel noch höher, besonders in strukturschwachen Regionen (Deutschland-Monitor: Immer mehr Offenheit fürs Autoritäre).
Der Deutschland-Monitor ist eine regelmäßige Untersuchung, die gesellschaftliche und politische Einstellungen in Deutschland erfasst. Aktuell stehen Fragen nach der Stabilität der demokratischen Kultur in Zeiten globaler Krisen im Mittelpunkt. Diskurse über neue Fördermechanismen für benachteiligte Regionen gewinnen an Bedeutung, wie sich aus Überlegungen zu einem neuen Fördersystem für strukturschwache Gebiete ergibt (Strukturschwache Regionen in Deutschland).
Auch in Rheinland-Pfalz finden sich ländliche und strukturschwache Landesteile, die ähnliche Herausforderungen aufweisen wie die untersuchten Regionen im Osten. Für Kaiserslautern und das Umland bedeutet das, demokratische Teilhabe zu stärken und gezielte Bildungsangebote zu fördern, um autoritären Tendenzen entgegenzuwirken.
Chancen: Die Ergebnisse bieten Ansatzpunkte für präventive Demokratieförderung und gezielte Programme in benachteiligten Regionen.
Risiken: Unterschätzte autoritäre Einstellungen können sozialen Zusammenhalt gefährden und das Vertrauen in demokratische Institutionen schwächen.
Eine kontinuierliche Beobachtung und Analyse gesellschaftlicher Einstellungen ist notwendig. Kommunen, Länder und der Bund sollten auf Basis der Monitor-Ergebnisse Maßnahmen zur Stärkung der demokratischen Kultur entwickeln und strukturschwache Gebiete gezielt unterstützen.
