Die russische Regierung plant, die Mehrwertsteuer schrittweise anzuheben, um das Haushaltsdefizit zu begrenzen und die Kriegsfinanzierung zu sichern. Ein Überblick zu Hintergründen, Risiken und Ausblick.
Die russische Regierung erwägt eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes, um das Haushaltsdefizit zu begrenzen und die staatlichen Rücklagen zu erhalten. Hintergrund ist der finanzielle Druck durch die fortgesetzte Invasion in der Ukraine, für die die Belastung letztlich von den Bürgern getragen werden soll.
Die Staatsausgaben übersteigen seit der Invasion im Februar 2022 deutlich die Einnahmen, was zu einem erhöhten Finanzbedarf führt (Kriegswirtschaft in Russland: Putin bittet sein Volk zur Kasse). Zudem warnt die Regierung vor einer drohenden Wirtschaftsflaute infolge des Angriffs auf die Ukraine (Russland fürchtet wegen des Angriffskriegs Wirtschaftsflaute).
Konkrete Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern sind derzeit nicht absehbar. Eine mögliche Folge könnte jedoch eine verstärkte Volatilität auf den globalen Märkten sein, die indirekt auch die regionale Wirtschaft berührt.
Die endgültige Entscheidung steht noch aus. Sollte der Entwurf im Parlament bestätigt werden, könnte der Mehrwertsteuersatz schrittweise bis 2028 auf 22 Prozent angehoben werden, um die Finanzierungslücke weiter zu schließen.
