Wie Alkoholverbote, Festzug-Selbstverpflichtungen und verstärkte Polizeikontrollen in Mayen und Rheinland-Pfalz das Risiko alkoholbedingter Verkehrsunfälle minimieren sollen.
Am 09.02.2026 geriet ein 39-Jähriger auf der B 262 bei Mayen in den Fokus der Polizei, nachdem er in Schlangenlinien fuhr und mit einer Blutalkoholkonzentration von zunächst 2,03 ‰, später 2,6 ‰ gemessen wurde. Laut Mayen: Erst 2,03 Promille, dann 2,6 – betrunkener Fahrer verursacht Unfall auf der B 262 setzte der Mann seine Fahrt trotz Kontrolle fort, beschaffte sich einen Zweitschlüssel und verursachte schließlich einen Unfall. Ein ähnlicher Fall wurde bereits am 10.02. dokumentiert, als derselbe Fahrer erneut mit hohem Alkoholwert kontrolliert wurde (10.02.: Alkoholisierter Mann holt sich Zweitschlüssel – Zwei Mal von der Polizei kontrolliert).
Parallel zur polizeilichen Praxis hat das Ministerium für Soziales in Rheinland-Pfalz eine Selbstverpflichtung für maßvollen Umgang mit Alkohol in der fünften Jahreszeit unterzeichnet, die Aktive von Festzügen zum Alkoholverzicht während des Umzugs auffordert. Polizei Birkenfeld appelliert zusätzlich an die Bürger, Verantwortung zu übernehmen (POL-PDTR: Die Polizei Birkenfeld informiert: Fastnacht feiern, sicher …), während die Polizei Lauterecken angekündigt hat, Kontrollen auf Veranstaltungen zu verstärken (POL-PILEK: Gemeinsam sicher – Fastnacht 2026).
Die wiederholten Fälle verdeutlichen, wie wichtig flächendeckende Kontrollen und klare Präventionskampagnen sind. Auch im Rhein-Main-Gebiet zeigte sich die Polizei bei Fastnachtaktivitäten entschlossen (LKA-RP: Fastnacht – Sicher durch die närrischen Tage). In Mayen und umliegenden Kommunen fordert dies Investitionen in Polizeistellen und Verkehrsüberwachung sowie Aufklärungskonzepte.
Risiken liegen in der Gefährdung von Leben und Gesundheit Unbeteiligter sowie in hoher Belastung der Rettungskräfte. Chancen bestehen in der Bündelung von Prävention, zivilgesellschaftlichem Engagement und Schwerpunktkontrollen, um das Gefahrenpotenzial zu minimieren.
Für die kommende Fastnachtssaison sind weitere Verkehrskontrollen und örtliche Selbstverpflichtungen geplant. Die Erfahrungen aus Mayen sollen in kommunale Sicherheitskonzepte einfließen und den Dialog zwischen Verwaltung, Polizei und Vereinen stärken.
