Spahn fordert Abschaffung von §188 StGB zum Schutz von Politikern

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Veröffentlicht: 18. Januar 2026

CDU-Fraktionschef Jens Spahn fordert die Abschaffung des §188 StGB, der Politiker gegenüber Beleidigung, Verleumdung und übler Nachrede besonders schützt. Der Paragraf hat historische Wurzeln in der Weimarer Republik und wird als redundant angesehen, da der allgemeine Tatbestand der Beleidigung bereits existiert.

Worum es geht

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) spricht sich für die Abschaffung des §188 des Strafgesetzbuchs aus, der Personen des politischen Lebens besonderen strafrechtlichen Schutz vor Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gewährt. Spahn fordert Abschaffung von Sonder-Strafschutz für Politiker

Wichtigste Fakten

Politischer Hintergrund

Der Paragraf 188 StGB beruht auf Regelungen aus der Weimarer Republik und sollte politisch Tätige vor öffentlichen Diffamierungen schützen. Während Befürworter in ihm ein wichtiges Instrument zur Wahrung einer sachlichen Debattenkultur sehen, kritisieren Gegner wie Jens Spahn die Doppelung zum allgemeinen Beleidigungsdelikt und fordern eine Straffung des Strafrechts. Spahn für Abschaffung von Beleidigungs-Paragraf

Bedeutung für Rheinland-Pfalz und Kaiserslautern

Auch kommunal und in Landesparlamenten greift §188 StGB zum Schutz gewählter Mandatsträger. Eine Abschaffung würde zur Folge haben, dass auch Politikerinnen und Politiker in Rheinland-Pfalz sowie im Stadtrat Kaiserslautern wie alle Bürger dem allgemeinen Beleidigungsdelikt unterlägen. Alle Artikel in „Politik“ vom 17.01.2026

Chancen & Risiken

  • Chancen: Vereinfachung des Strafrechts durch Wegfall einer Sondervorschrift und Stärkung der Gleichbehandlung aller Personen im Beleidigungsrecht.
  • Risiken: Verlust eines spezialisierten Schutzmechanismus, der politische Debatten vor groben Angriffen bewahren soll.

Ausblick

Ob und wann eine Debatte über den Gesetzesentwurf zur Abschaffung des §188 StGB im Bundestag stattfindet, ist derzeit offen. Spahns Initiative könnte jedoch den Anstoß für eine umfassende Reform der Beleidigungstatbestände im Strafgesetzbuch geben.

Quellen

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Marc Fuchs

"Ob und wann eine Debatte über den Gesetzesentwurf zur Abschaffung des §188 StGB im Bundestag stattfindet, ist derzeit offen. Spahns Initiative könnte jedoch den Anstoß für eine umfassende Reform der Beleidigungstatbestände im Strafgesetzbuch geben."

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