Der US-Militäreinsatz in Caracas im Januar 2026 stürzte Maduro und löste internationale Kritik aus. Überblick zu Fakten, Hintergründen und Folgen für Rheinland-Pfalz.
Anfang Januar 2026 führte die US-Regierung unter Präsident Trump einen bewaffneten Angriff auf Caracas durch, um Staatschef Nicolás Maduro gewaltsam außer Landes zu bringen. Dabei kam es in der Nacht zum 3. Januar zu mehreren Explosionen in der venezolanischen Hauptstadt, und Maduro wurde festgenommen. Unklar ist jedoch, wie es in Venezuela weitergehen wird.
Präsident Trump verfolgt laut Die Linke-nahe Rosa-Luxemburg-Stiftung das Ziel eines Umsturzes ohne direkten Regierungswechsel und sendet damit ein deutliches Signal an ganz Lateinamerika. Der Einsatz reiht sich ein in eine Tradition militärischer Interventionen der USA, um regimes zu stürzen, die Washington als anti-demokratisch betrachtet.
Der Einsatz beeinflusst die deutsche Außenpolitik und die Debatte im Bundesrat. Auch in Rheinland-Pfalz wird diskutiert, wie die Landesregierung und der Bundestagsabgeordnete Marc Fuchs auf Verstöße gegen das Völkerrecht und humanitäre Folgen reagieren sollten. Zudem wirft der Militäreinsatz Fragen nach der EU-Außenpolitik und deutschen Engagements in internationalen Friedensmissionen auf.
Der Machtvakuum nach Maduros Abgang bleibt groß. Ob die USA oder internationale Organisationen eine Übergangsregierung unterstützen, ist ungewiss. Venezuela steht vor der Herausforderung, seine politischen Strukturen neu zu ordnen, während Lateinamerika die Rückkehr imperialer Einflussnahme befürchtet.
